1.1  Lateinisch und Europa

 

Die Buchstaben, die Sie gerade lesen, sind lateinisch, denn von uns Römern haben Sie im Deutschen

wie viele europäische Sprachen die lateinische Schrift übernommen. Lateinisch ist eine wichtige Kultursprache Europas. Nicht nur wir „alten Römer“, sondern nach uns auch alle Denker des christlichen Mittelalters bis in die Neuzeit sprachen und schrieben lateinisch. Lateinisch war die internationale Verkehrssprache, vergleichbar mit dem Englischen heute.

Lateinisch ist die Mutter vieler Fremdsprachen. Nicht nur an der Fünf sieht man, dass fünf romanische Sprachen daraus hervorgegangen sind – lateinisch: quinque (fünf), französisch: cinq, italienisch: cinque, spanisch und portugiesisch: cinco, rumänisch: cinci). Auch ca. 60% des britannischen – Sie würden sagen: des englischen –  Wortschatzes ist aus dem Lateinischen übernommen, wie z. B. to construct (von constructum), vivid (von vivus), to protect (von protectum), horrible (von horribilis) und humanity (von humanitas).

Unsere „Roma aeterna“, das ewige Rom, lebt also bis heute weiter. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Weiterlesen!

Ihr Gaius Julius Cäsar 

 

1.2   Lateinisch und Deutsch


„Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) 

 

Auch unsere eigene Sprache ist lateinisch beeinflusst. Ohne es vielleicht immer zu bemerken, verwendet jeder von uns im Alltag Fremdwörter aus dem Lateinischen. Die meisten sind uns so geläufig, dass wir sie gar nicht mehr wahrnehmen: interessant, aktiv, Cent (centum = hundert), digital (von digitus - Finger), Globalisierung (von globus - (Welt)-Kugel), gratis (für bloßen Dank), Echo, Familie, Mensa (lat. Tisch), Fundament, Alibi (Abwesenheitsnachweis von alibi = anderswo), Corpus delicti (Beweisstück, lat. „die Leiche des Vergehens“), Kamera, Karneval (altlateinisch: carnis vale = „Fleisch, leb wohl!“), Arena, Borussia (lat. Name für Preußen), optimal (von optime = am besten), Optimist, Pessimist (von pessimum = das Schlechteste), intensiv, ultimativ, radikal („an die Wurzel gehend“ von radix – Wurzel, daher auch Radieschen und Rettich), rustikal (rusticus = ländlich, deftig), Patient (von patiens – der Leidende), Pulver (von pulvis, pulveris m.), Punkt, Terror (terror = Schrecken), Volumen, Vision, Zirkus, Zentrum, Zone.

In der Schulkultur haben wir als lateinisches Erbe z. B. die Aula (aula = Haushof), die Schule selbst ist von schola und „schreiben“ von scribere entlehnt. Auch in vielen anderen Lehnwörtern aus dem Lateinischen zeigt sich der Einfluss der römischen Kultur: Fenster (lat. fenestra), Mauer (lat. murus), Ziegel (lat. tegulum), Keller (lat. cellarium), Wein (lat. vinum), Winzer (lat. vinitor), Rote Bete (lat. beta – Rübe).  „Was haben uns die Römer gebracht?“, wird in dem Film „Das Leben des Brian“ gefragt. Eine ganze Menge! Straßenbau (Straße von lat. (via) strata – gepflasterter Weg), Weinbau, Fußbodenheizung, Gartenkultur, Wellnesskultur (Thermen – lat thermae), und Unterhaltungsindustrie (Arena von arena = Sand(platz), Applaus von applaudere).

Selbst in der Werbung und im Fernsehen ist Lateinisch präsent (lat. für gegenwärtig): volvo = ich rolle, astra = Sterne, nivea = die Schneeweiße, audi = horch!, vox = die Stimme.

Figuren aus den antiken Mythen wie Ikarus, Narziß, Sisyphus, Ikarus, Phönix bestimmen unser Denken nicht nur in Redewendungen bis heute und vermitteln zeitlose menschliche Erfahrungen, Wünsche und Schwächen. Viele deutsche Redensarten gehen auf lateinische Aussagen zurück: im selben Boot sitzen (nach Cicero), durch Abwesenheit glänzen (nach Tacitus), sehen und gesehen werden (nach Ovid). Die Planeten in unserem Sonnensystem sind nach römischen Göttern benannt: Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Neptun, Pluto.

Seit Cäsars sprichwörtlich gewordener Grenzüberschreitung sagen wir, jemand, der dreist zu weit gegangen ist, habe den Rubikon überschritten,. Aber oft gilt auch „In dubio pro reo” (Im Zweifel für den Angeklagten). Darüber hinaus wird heute auch lateinischer Hip-Hop gemacht, im Internet finden wir Nachrichten auf Lateinisch (Nuntii Latini) und sogar das Internetlexikon Wikipedia gibt es in lateinischer Sprache.

(Text: Vol)

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