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Potenzial der 8. Klassen analysiert

 

Am Mittwoch, dem 20. und am Donnerstag, dem 21. September, fand für den Jahrgang 8 des Städtischen Gymnasiums Steinheim die Potenzialanalyse im Katholischen Gemeindezentrum statt. Einen ganzen Tag lang wurden die Schülerinnen und Schüler gemäß des NRW-Landesvorhabens „KAoA“ (= Kein Abschluss ohne Anschluss) auf ihre individuellen und Team-Fähigkeiten hin beobachtet.

 

Bildergalerie

 

Die Potenzialanalyse ist eine handlungsorientierte Auseinandersetzung mit Stärken und Potenzialen. Jugendliche entdecken dabei unabhängig von geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen und unabhängig vom schulischen Lernumfeld ihre sozialen, personalen und methodischen Kompetenzen im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt. Dabei können persönliches Potenzial (z. B. Geduld, Konzentration, Leistungsbereitschaft, Motivation, Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit), soziales Potenzial (z. B. Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Teamfähigkeit), methodisches Potenzial (z. B. Arbeitsplanung und Problemlösefähigkeit) und berufliche Basiskompetenzen wie z. B. Arbeitsgenauigkeit, Fein- und Grobmotorik, räumliches Vorstellungsvermögen und Zeitmanagement beobachtet werden.

 

Die Potenzialanalyse ist der erste Baustein im Prozess der Berufs- und Studienorientierung am Städtischen Gymnasium Steinheim. Vor dem Hintergrund der in ihrem Rahmen gewonnenen Selbst- und Fremdeinschätzung in berufsbezogenen Handlungssituationen fördert sie die Selbstreflexion und Selbstorganisation der Jugendlichen bei ihren nächsten Schritten im Bereich der Studien- und Berufswahl.

 

Die Ergebnisse der Potenzialanalyse werden schriftlich dokumentiert und den Schülerinnen und Schülern in einem individuellen, 30-minütigen Auswertungsgespräch erläutert, zu dem auch die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten eingeladen sind. Die Rückmeldungen enthalten keine Empfehlungen, später einen bestimmten Beruf zu ergreifen, sondern Hinweise auf individuelle Potenziale, und geben Denkanstöße für eine überlegte Wahl der im zweiten Halbjahr folgenden mindestens drei eintägigen Berufsfelderkundungen und des Praktikumsplatzes in der EF.

 

Die Fotos zeigen Schülerinnen und Schüler bei den Teamaufgaben „Da Vinci-Brücke“, bei der aus einzelnen Holzteilen ohne irgendwelche Hilfsmittel eine möglichst lange, freitragende Brücke gebaut werden musste, und „Murmelbahn“, für die lediglich Papier und Tesafilm zur Verfügung standen.

 

(Text und Fotos: Mathias Sternberg, Koordinator für die Studien- und Berufswahlorientierung am Städtischen Gymnasium Steinheim)