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Crash-Kurs NRW: „Unfälle passieren nicht, sie werden verursacht“

 

Realität erfahren. Echt hart.“ Das Motto des Crash-Kurses NRW, eines Präventionsprojektes der Kreispolizeibehörde Höxter unter der Leitung von Polizeihauptkommissar Markus Tewes ist sehr eindringlich. Genauso eindringlich wie die Schilderungen der Polizisten, Feuerwehrmänner, Rettungssanitäter, Notärzte, Pastoren und Seelsorger, die beruflich mit dem in Berührung kommen, was sich kein Verkehrsteilnehmer wünscht: Schwere Verkehrsunfälle mit Todesfolge!

 

Zum inzwischen achten Mal lauschten die Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums und der Städtischen Realschule Steinheim am 21. 2. 2018 gemeinsam in der Aula des Schulzentrums gebannt den Ausführungen der Helfer. Die sehr persönlichen Berichte über die eigenen Erfahrungen, sei es als Ersthelfer am Unfallort oder Seelsorger im Umgang mit Angehörigen, bewegten die Schüler sichtlich.

 

Zu Beginn berichtete Waldemar Gamesch von der Feuerwehr Bad Driburg über einen schweren Verkehrsunfall, bei dem ein junger Mann starb und vier Menschen schwer verletzt wurden. Ebenso wie der Polizeibeamte Alfred Menzel von der Polizeiwache Bad Driburg, der im Anschluss ein Unfallgeschehen aus dem Jahr 2004 mit mehreren Toten und Schwerverletzten schilderte, stellten beide fest: „Das sind Bilder im Kopf, die sich einbrennen, die kann man nicht vergessen!“ Deshalb forderten beide die Schüler eindringlich auf, besonnen zu fahren und das eigene, sowie das Leben anderer zu schützen.

 

Auch Rettungssanitäter Manuel Tavares vom Rettungsdienst des Kreises Höxter appellierte an die Schüler: „Gebt uns eine Chance euch zu retten!" Er bezog sich damit direkt auf seinen Bericht über ein Unfallopfer, welches nicht angeschnallt war und den schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle erlegen ist. Mit angelegtem Sicherheitsgurt wären die Folgen dieses Unfalls gewiss nicht so dramatisch ausgefallen. In dieselbe Richtung geht auch die Mahnung von Petra Schult, Notfallseelsorgerin im Kreis Höxter: „Tragt Verantwortung! Für euch, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer!"

 

Dass diese Botschaften bei den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums und der Realschule Steinheim angekommen sind, konnte man an den Gesichtern ablesen.Die begleitende Ausstellung „Straßen - Unorte des Sterbens" verbleibt noch für einige Wochen an der Realschule und dem Gymnasium und dient der Nachbereitung der Teilnehmer sowie der Information der übrigen Jahrgänge.

 

(Text: Peter, Foto: Volmer)