logo jungeforscher

 Das Projekt "Junge Forscher" am SGS verfolgt mehrere unterrichtliche und außerunterrichtliche Zielsetzungen:

zielsetzung jungeforscher


- Heranführen von Schülerinnen und Schülern (SuS) an MINT-Fragestellungen und Projekte und Schaffung intrinsischer Motivation für diese Themenbereiche.
- Vermittlung von MINT-Kompetenzen durch wissenschaftspropädeutisches und alltagsnahes Arbeiten.
- Förderung leistungsschwacher SuS durch differenzierte Projektangebote und Maßnahmen.
- Förderung leistungsstarker/begabter SuS durch spezifische Projektangebote und die Betreuung bei Wetbewerben.
- Gezieltes Motivieren von Schülerinnen für MINT-Themen durch angepasste Fragestellungen.
- Brücken zur Betrieben und Universitäten bauen und den Schülerinnen und Schülern erste Kontakte ermöglichen.

(Kra) 

Entstehung des Projekts

Die Teilnahme am Wissenschaftswettbewerb Jugend forscht hat eine lange Tradition am Gymnasium Steinheim. Da ich selbst in der wissenschaftlichen Forschung tätig war, interessierte mich die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern an Forschungsprojekten sehr und ich übernahm bereits im ersten Jahr die Betreuung zweier Projekte, wobei wir direkt einen Sonderpreis erhalten konnten. Motiviert durch die ersten Erfolge, aber besonders beeindruckt von der positiven pädagogischen Wirkung der gemeinsamem forscherischen Arbeit auf die Schülerinnen und Schüler, entschied ich mich mein Engagement in diesem Bereich auszuweiten. Da das Arbeiten an Forschungsprojekten bisher nur mit kleinen ausgewählten Gruppen, die direkt im Unterricht angesprochen wurden, stattfand, entschied ich mich zuerst das Forschen an Kleinprojekten in einer wöchentlichen Arbeitsgemeinschaft für die gesamte Schülerschaft zu öffnen. In den gemeinsamen Diskussionen konnten so Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen mit verschiedensten Voraussetzungen über neue Probemstellungen, Möglichkeiten zur Umsetzung und viele weitere wichtige Aspekte des Forschens diskutieren. Auch aus diesem Engagement konnten einige gute Platzierung und Preise bei verschiedenen Wettbewerben erreicht werden. Jedoch fiel mir auf, dass sich allein mit der Arbeitsgemeinschaft und den daraus resultierenden Teilnahmen an Wettbewerben meist nur sehr begabte Schülerinnen und Schüler fördern und fordern liesen. Aus diesem Grund entschied ich mich ein MINT-Förderkonzept (Projekt „Junge Forscher“) zu schaffen, welches einen jährlichen Wissenschaftswettbewerb für alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 beinhaltet, sowie an weitere Aspekte der MINT-Förderung unserer Schule anbindet. (Kra)

Beschreibung des Projekts

Das Projekt „Junge Forscher“ umfasst zwei Hauptbausteine (Abb. 2):

bausteine jf

Abb. 2: Bausteine des Projekts „Junge Forscher“.


Der erste Baustein ist ein hauseigener Wissenschaftswettbewerb für alle Schülerinnen und Schüler (SuS) der Klassenstufe 6 mit breit angelegtem Themenspektrum. Ziel dieses Bausteins ist es SuS mit verschiedensten Voraussetzungen (Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, verschiedene Begabungen und Defizite, Geschlecht, Interessen, etc.) individuell zu fördern und zu fordern. Unterstützt werden die SuS im gesamten Prozess durch Schüler-Coaches aus der Oberstufe.
Der Wettbewerb ist stark an das Schulcurriculum und die schulische Arbeit angebunden (Abb. 3).

 konzept jf

Abb. 3: Konzept zum Wissenschaftswettbewerb Science Fair Lite.

Im ersten Teil des Wettbewerbs, der Vorbereitungsphase, haben die SuS die Aufgabe ein passendes Thema zu finden und dieses angemessen einzugrenzen. Begleitet werden die SuS dabei durch ein wissenschaftliches Methodentraining im Fachunterricht Physik und durch Beratungsgespräche mit ihren Coaches. Die Themen werden gemeinsam mit den SuS besprochen und bei nicht erfolgreicherThemenfindung ein Thema aus einem Themenpool angeboten.
In der anschließenden Erarbeitungsphase planen die SuS Experimente, führen diese zu Hause durch und dokumentieren ihre Ergebnisse in einem Veruschsprotokoll (Abb. 3). Auch hier erhalten die SuS Unterstützung durch ein abgestimmtes Methodentraining im Unterricht und durch ihre Coaches. Außerdem findet eine Revision der Versuchsprotokolle und gegebenenfalls eine Leistungsbewertung statt.
Im letzten Teil, der Präsentationsphase, bereiten sich die SuS mit weiterer Unterstützung (Abb.3) auf einen Wissenschaftswettbewerb vor. Hierzu fertigen Sie Plakate und Präsentationen an, die Sie am Wettbewerbstag der Öffentlichkeit und einer Jury präsentieren. Im ersten Durchführungsjahr wird diese Jury aus jeweils einem Vertreter der Hochschule OWL, der Firma Phönix Contact und einer Lehrkraft bestehen (Abb. 4).

sciencefair

Abb. 4: Flyer zum ersten Science Fair Lite am Städtischen Gymnasium Steinheim.

Drei Arbeiten werden durch die Jury bestimmt und auf der Bestenehrung der Schule am folgenden Freitag prämiert.
Der zweite Baustein des Projekts „Junge Forscher“ ist die Arbeitsgemeinschaft „Junge Forscher“. Diese wird wöchentlich angeboten und folgt dem Prinzip der offenen Tür. Die SuS treffen sich mit mir in einem Übungsraum um aktuelle sowie angehende Projekte gemeinsam zu diskutieren, Probleme zu erörtern und das weitere Vorgehen zu planen. Auch organisatorische Dinge wie Bestellungen, Vorbereitung auf Wettbewerbe, schulische Termine, etc. sind Thema. Über die Arbeitsgemeinschaft hinaus werden die Projekte auch in einzelnen Treffen intensiv betreut. Forschungsprojekte, die in der gemeinsamen Arbeit genug gereift sind, werden zu verschiedenen Forschungswettbewerben angemeldet (Jugend forscht, Invent a chip, Bundesumweltwettbewerb, etc.) bei denen wir bereits viele Erfolge erzielen konnten. Über die Wettbewerbe hinaus werden die entstandenen Forschungsprojekte weitergeführt und verfeinert und können im Rahmen einer Facharbeit in der Jahrgangsstufe Q1 sowie als besondere Lernleistung ins Abitur eingebracht werden (Abb. 3). (Kra)

Projektarbeit und Begabtenförderung

Grundsätzlich gilt: Projektarbeit, sowohl im Science Fair als auch in der AG „Junge Forscher“, stellt eine der besten Methoden der Begabtenförderung dar.

Die Kinder bearbeiten dabei eigene Fragen in selbstorganisierten Projekten. Wie stark vertiefend der Inhalt ist, wie kompliziert die Frage ist, bestimmen die Schülerinnen und Schüler selbst.

Bei ihren Projekten erhalten sie Unterstützung von Lehrern und Schülerinnen und Schülern der Oberstufe, die bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt haben. Sind die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Projektarbeit erfolgreich, können die Projekte z.B. im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ fortgeführt werden.

Beide, AG und ScienceFair, sind ein fest integrierter Bestandteil der Begabtenförderung am SGS.

Ansprechpartner

Projekt „Junge Forscher“ (Konzeption und Organisation): Sebastian Krackl
Arbeitsgemeinschaft „Junge Forscher (Organisation und Durchführung): Sebastian Krackl
Wissenschaftswettbewerb „Science Fair Lite“ (Konzeption, Organisation, Durchführung): Sebastian Krackl
Betreung bei Wissenschaftswettbewerben: Sebastian Krackl, Arne Manthey
Besondere Lernleistung: Arne Manthey, Sebastian Krackl
Kooperation mit der Hochschule OWL: Arne Manthey
Hochbegabtenförderung: Arne Manthey

Förderung des Projekts:

Eine finanzielle Förderung des gesamten Projekts ist noch nicht vorhanden. Einzelne Forschungsprojekte bestimmter SuS wurden finanziell durch die Rüttgersstiftung gefördert. Hinzu kommen Geldbeträge, die durch Platzierungen bei Wettbewerben erhalten wurden.

Erfolge und Platzierungen:

Im Folgenden eine Auswahl der Platzierungen bei Wettbewerben:

1. Regionalwettbewerb Jugend forscht 2014: 2. Platz Bereich Schüler Experimentieren
Chemie (Betreuer Kra)
2. Regionalwettbewerb Jugend forscht 2015: Sonderpreis in der Kategorie Biologie
(Beutreuer Kra), Sonderpreis in der Kategorie Arbeitswelt (Betreuer Man)
3. Wettbewerb der Rüttgersstiftung 2015: 2. Platz bundesweit (Betreuer Kra)
4. Regionalwettbewerb Jugend forscht 2016: 1. Platz in der Kategorie Arbeitswelt
(Betreuer Man), 2. Platz in der Kategorie Biologie (Betreuer Kra)
5. Landeswettbewerb Jugend forscht 2016: 3. Platz in der Kategorie Arbeitswelt (Betreuer Man)
6. Wettbewerb „Invent a chip“: 2. Platz bundesweit (Betreuer Kra)
7. Wettbewerb der Rüttgersstiftung 2016: 1. Platz bundesweit (Betreuer Kra)
8. Regionalwettbewerb Jugend forscht 2017: 3. Platz im Bereich Chemie und 1.Platz im Bereich Ar-
beitswelt (Bertreuer Kra)
9. Landeswettbewerb Jugend forscht 2017: Sonderpreis im Bereich Arbeitswelt (Betreuer Kra)