Der Differenzierungskurs Geographie, der 8. Klasse des Städtischen Gymnasiums Steinheim, suchte mit ihrem Lehrer, Herrn Walter, in den Heimatorten und im Umfeld der Schule der Schülerinnen und Schüler nach Müll.

Übersicht zur Verteilung von Mülltonen

Dabei gingen sie in ihrer Freizeit und im Unterricht nach draußen und kartierten die Orte, die Art, sowie die Menge des gefundenen Mülls. Sobald Müll gefunden wurde, wurden Fotos gemacht und geprüft, in welcher Entfernung sich der nächste Mülleimer befindet.

Im Unterricht wurden die Ergebnisse zusammen in eine digitale Karte eingetragen und ausgewertet.

Die Schülerinnen und Schüler stellten fest, das sehr viel Müll in ihren Heimatorten herumliegt, den man im normalen Alltag gar nicht so wahrnimmt. Außerdem konnten sie feststellen, dass es zu wenig Mülleimer gibt, in denen der Müll entsorgt werden kann. Befindet sich ein Mülleimer in der Nähe, dann war er meistens mehr als 10 Meter vom Müllfundort entfernt, oder man konnte ihn noch nicht einmal sehen.

Fundorte von Müll

Wie man in dem Diagramm erkennen kann, wurde am Meisten (ca. 100 Einzelteile) Plastikmüll gefunden, welcher unverrottbar ist, wie zum Beispiel Einkaufstüten. Erschreckend ist auch die hohe Anzahl der Masken (ca. 75 Einzelteile). Auch Zigaretten (ca. 75 Einzelteile), Taschentücher inkl. Bonbon- und Kaugummipapier (ca. 55 Einzelteile), so wie Papier (ca. 50 Einzelteile) wurde sehr häufig gefunden. Dagegen wurde sehr wenig Elektromüll, Sperrmüll und anderes entdeckt.

Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Müll mehr an bestimmten Stellen vorkommt als an anderen. Man kann daher keine generellen Fundorte für bestimmten Müll festlegen.

Außerdem stellten die Schülerinnen und Schüler fest, dass viel Müll an öffentlichen Plätzen, Schulen, Spielplätzen und Bushaltestellen liegt, also an Plätzen, an denen sich viele Menschen auch über einen längeren Zeitraum aufhalten.

Arten von Müll

Zusätzlich lässt sich feststellen, das in den Dörfern je Fundort weniger Müll liegt wie in der Stadt Steinheim.

Es wird vermutet, dass es an der Anzahl der Menschen, die sich an den jeweiligen Orten aufhalten oder an der Anonymität in der Stadt liegt.

Folgende Ergebnisse gewannen die Schülerinnen und Schüler aus der Müll-Kartierungsaktion:

  • Je näher ein Mülleimer ist, um so weniger Müll liegt herum (dabei liegt die Grenze bei ca. 10 Metern).
  • Viele Menschen sind sehr bequem und achten nicht auf ihre Umwelt.
  • Um herumliegenden Müll zu vermeiden, müssten mehr Mülleimer aufgestellt werden.

Die Schülerinnen und Schüler hatten Spaß bei der Sache und möchten noch weitere Dinge in ihren Heimatorten kartieren, wie zum Beispiel:

  • Fundstellen von Graffitis
  • Erstellen einer Übersicht aller Parkplätze (inkl. Parkzeitenregelung)
  • Übersicht aller Fahrradwege und Fahrradparkplätze im Ort.
  • Übersicht der Verkehrsschilder um z. B. Spielstraßen und 30er Zonen feststellen zu können.
  • Wo befinden sich Ampeln, Zebrastreifen und Verkehrsinseln?
  • Gibt es Orte, an denen bedrohte Pflanzen und Blumenarten wachsen?
  • Wo befinden sich Straßenlaternen oder andere Lampen?
  • Wo befinden sich Bänke und andere öffentliche Sitzplätze?
  • Elektroladesäulen für Autos und Fahrräder

 

                                                                                         erstellt von Marie Helms