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Am Freitag, dem 13. Juni 2014, findet um 19:30 Uhr am Städtischen Gymnasium Steinheim in der Aula des Schulzentrums ein ungewöhnlicher Theaterabend der Literaturkurse statt. Beide Literaturkurse haben sich auch schon beim Kultur- und Ausbildungsforum „Kultur macht Schule“ am 9. Mai 2014 präsentiert. Der Theaterabend bietet nun einiges Neues unter dem Motto „Irre gut und irre böse! - Ein Irrenhaus und noch mehr Persönlichkeitsspaltung“. Der Literaturkurs 1 spielt das bisher noch nicht gezeigte Stück „Das Irrenhaus“ und der Literaturkurs 2 führt noch einmal „Wir sind Jekyll, wir sind Hyde!“ auf. Wer auf dem Kultur- und Ausbildungsforum „Kultur macht Schule“ noch keine Gelegenheit hatte, dieses Stück zu sehen, kann es an diesem Abend erleben. Auch ein zweiter Besuch lohnt sich, denn jetzt wird eine verlängerte Fassung mit einigen neuen, zusätzlichen Szenen gezeigt.

Das Stück „Das Irrenhaus“ des Literaturkurses 1 unter der Leitung von Sandra Schädlich thematisiert das Leben dreier Wissenschaftler, die aus unterschiedlichen Gründen in das Irrenhaus kamen, dessen Salon Schauplatz des Geschehens ist. Es kommt zu tragischen Unglücksfällen, Ermittlungen durch die Polizei und zu einer dramatischen Wendung. Dieses Stück stellt spannende Fragen: Wer ist verrückt und wer nicht? Wer ist gut und wer ist böse? Ein ähnliches Thema behandelt auch die zweite Aufführung des Abends.

Das Theaterstück „Wir sind Jekyll, wir sind Hyde!“ wurde vom Kursleiter des Literaturkurs 2, Herrn Volmer, geschrieben und ist ein Ensemblestück über das Gute und Böse in uns, in der Literatur und der Welt. Der Titel lehnt sich an die schaurige Doppelgänger-Novelle „Das Geheimnis des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson von 1886 an, die für einen Teil der Szenen als literarische Vorlage gedient hat. In der Novelle begeht ein gewisser Hyde einen Mord und weitere Verbrechen. Eine Spur führt Rechtsanwalt Utterson zu seinem Freund, dem Wissenschaftler Dr. Jekyll. Nach einiger Zeit verschindet Jekyll spurlos und man findet in seinem Haus Hyde in Jekylls Kleidung, der sich selbst umgebracht hat. Ein Briefs Jekyll erklärt den seltsamen Vorfall. Jekyll hat mit einem Elixier seinen guten von seinem bösen Seelenanteil getrennt und konnte sich in den bösen Hyde und zurück verwandeln. Nach einiger Zeit gelingt es ihm nicht mehr die Verwandlung zu steuern und Jekyll wird zu seinem Entsetzen immer mehr zum bösen, skrupellosen Hyde. Den einzigen Ausweg sieht Jekyll dann in seinem Selbstmord.

Diese literarische Revue vereinigt darüber hinaus aber auch viele Zitate von historischen Personen und literarischen Figuren. Es gibt dabei keine traditionellen Rollen. Das Stück wird vom ganzen Ensemble getragen und arbeitet unter anderem mit Sprechchorpassagen und Standbildfolgen. Allseits bekannte Persönlichkeiten der Weltliteratur von Johanna von Orléans bis Darth Vader und der Weltgeschichte von Nero bis Mutter Teresa treten auf und stehen für das Gute und das Böse. Wer sind wir? Sind wir gut oder böse? Viele Dr. Jekylls erforschen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Mit einem Elixier trennen sie das Gute vom Bösen, verlieren aber immer mehr ihr inneres Selbst – mit tragischem Ausgang? Sind wir der gute Jekyll oder der böse Hyde oder gar beide? Diese Fragen stellen sich die Schülerinnen und Schüler, die das gesamte Stück hindurch als Gruppe auf der Bühne präsent sind. Das ganze Ensemble spielt die Hauptrolle.

Der Eintritt ist frei. Die Kurse freuen sich aber über Spenden zur Unterstützung der weiteren Theaterarbeit am SGS.

(Text und Fotos: Vol)